Weiterer Schritt im Seligsprechungsverfahren für Bischof Friedrich Kaiser: In diesen Tagen werden insgesamt 22 Exemplare der sogenannten „Positio“ („Stellungnahme“, „Gutachten“) an Kardinäle und Bischöfe im vatikanischen „Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungsprozesse“ ausgehändigt und ihnen für die kommenden Wochen zur eingehenden Lektüre überlassen. „Dies ist ein Fortschritt“, schreibt Schwester Inmaculata per Mail an den Caraveli-Förderverein, „und wir bitten Sie um Ihre Gebete.“ Eine „Positio“ (wörtliche Abkürzung für lat. „Positio super virtutibus“, also „Stellungnahme zu den Tugenden“) ist ein Dokument oder eine Sammlung von Dokumenten, die bei einem Seligsprechungsprozess verwendet wird, um einen Glaubenszeugen für „ehrwürdig“ zu erklären. Im Zusammenhang mit Bischof Kaiser hatten sich bereits seit Anfang Februar 2025 die theologischen „Konsultoren“ mit diesem wichtigen und umfangreichen Dokument befasst. Die Aufgabe der Konsultoren war es, den Text kritisch zu studieren und eventuelle theologische, historische oder sonstige sachliche Nachfragen zu formulieren, damit entsprechende Präzisierungen oder Klärungen vorgenommen werden konnten. Dies ist geschehen, ab jetzt breiten die Bischöfe und Kardinäle ein Votum vor, dass sie dem Papst überreichen werden. „Nun wollen wir uns darauf konzentrieren und Gott bitten, dass die Kardinäle und Bischöfe die Positio nicht verspätet lesen, damit sie ihren Bericht noch vor Jahresende an Papst Leo XIV. übermitteln können“, meint Schwester Inmaculata