Mai
So Mo Di Mi Do Fr Sa
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Beim Sakrament der Taufe geht es um mehr als nur um die Aufnahme in einen Verein. Die Taufe bedeutet die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche, aber auch in die innere Vereinigung mit Jesus Christus. Eltern drücken das oft so aus: „Uns ist es wichtig, dass unser Kind zu Gott gehört.“ Oder: „Wir möchten unser Kind unter Gottes Schutz stellen.“ Die Taufe ist die Aufnahme in die Kirche und den Lebensbund mit Gott.

Bei der Feier der Taufe glauben wir: In der Taufe begegnet Gott im Heiligen Geist dem Täufling selbst und stärkt ihn mit seiner unverlierbaren Gegenwart. Die äußeren Zeichen der Taufe machen dies eindrucksvoll deutlich:

  • Das Wasser steht für Leben, Frische und Lebendigkeit. Die Übergießung mit Wasser – ursprünglich als komplettes Untertauchen des Täuflings gedacht – ist das Zentralsymbol der Taufe: Aus der Enge des Lebensbedrohlichen aufzutauchen, „aufzuerstehen“ zu neuem, geschenkten Leben.
  • Das Licht der Taufkerze steht für Wärme und Helligkeit.
  • Das weiße Taufgewand für die Reinheit und, wie es der Apostel Paulus sagt, dass der Neugetaufte gleichsam Christus „wie ein Gewand“ angezogen hat.
  • Die Salbung mit Chrisam steht für das Zeichen der Erwählung und des Schutzes.
  • Die Bezeichnung von Mund und Ohren mit dem Kreuzzeichen für den Wunsch der Offenheit und Zeugnisbereitschaft für den christlichen Glauben.

Es ist für Menschen wichtig zu wissen, zu wem sie gehören und unter was für einem Segen ihr Leben steht. Mit der Taufe wird jeder Mensch zum Kind Gottes.

Hierzulande ist noch immer die Säuglingstaufe üblich. Denn die Geburt eines Kindes empfinden viele junge Eltern als ein einschneidendes Ereignis. Das neue Leben, entstand aus der Liebe eines Mannes und einer Frau, soll geschützt und gesichert sein.

In unseren Pfarreien gibt es verschiedene Tauftermine. Informieren Sie sich dazu in dem Pfarrbüro Ihres Kirchortes, in dem Sie die Taufe erbitten möchten. Zur Anmeldung wird eine Geburtsurkunde benötigt, und ein Pate sollte benannt werden. Dieser muss selber in der katholischen Kirche getauft und gefirmt und nicht aus der Kirche ausgetreten sein. Denn wie kann jemand vom Glauben an Jesus Zeugnis geben, wenn er offensichtlich seine – individuell vielleicht verständlichen – Schwierigkeiten damit hat?

Kurz nach der Anmeldung nimmt der Geistliche, der die Taufe vornehmen wird, mit Ihnen Kontakt auf, um ein Gespräch zu vereinbaren, bei dem er sie kennen lernt und alle Fragen rund um die Bedeutung der Taufe und die Gestaltung der Tauffeier besprochen werden können.

Übrigens: Die Taufe kann in jedem Alter empfangen werden! Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie für sich zu einem späteren Zeitpunkt den Weg mit Jesus Christus mit der Kirche beginnen möchten.

Videofilm über das Sakrament der Taufe, erstellt als Hausarbeit für den Religionsunterricht von Patric Tomas Pereira (16), Dülmen