Informationen & Berichte 2021

Schweren Herzens hieß es für Pater Binish jetzt am Wochenende von Merfeld nach Dülmen umzuziehen, da das Pfarrhaus im Sommer abgerissen wird, um für den  Neubau des Merfelder Kindergartens Platz zu machen.
Mit tatkräftiger Unterstützung engagierter Merfelder Helfer konnte der Umzug am Samstagmorgen reibungslos gelingen und Pater Binish seine neue Dienstwohnung an der Droste- Hülshoff- Str. in Dülmen beziehen. 
Die in den letzten drei Jahren gewachsene Verbundenheit zu Merfeld wird Pater Binish und vielen Merfeldern bei den alltäglichen Begegnungen im Dorfleben fehlen. 
Doch eines bleibt gewiss, dass er stets in Merfeld besonders herzlich willkommen bleibt.

Die ganze Gemeinde wünscht Pater Binish mit Gottes Segen ein gutes Einleben in seinem neuen Zuhause an der Droste-Hülshoff-Strasse mit Blick auf den Stadtpark.

Ein runder Gedenktag. Der 9. Mai ist der 100. Geburtstag einer Persönlichkeit, die zu den bekanntesten und beliebtesten Frauen der deutschen Geschichte zählt: Sophie Scholl erblickte am 9. Mai 1921 in Forchtenberg (im Nordosten des heutigen Baden-Württemberg) das Licht der Welt. Seit etlichen Jahren gibt es in Dülmen einen „Geschwister-Scholl-Weg“, der an das Engagement von Hans und Sophie Scholl in der Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ erinnert. Anlässlich des Gedenktages weisen wir auf einige Texte in unserem Archiv hin, die sich mit Sophie Scholl befassen.

- Viktorboten Nr. 14, Seite 8

- Predigt am 2. Mai 2021

- Predigt am 9. Mai 2021

Logo Hineinschauen

Hineinschauen! Am Freitag, dem  7. Mai (dem Vorabend zum Gedenktag des Kriegsendes in Europa), war es so weit: Im Beisein einiger Sponsoren für das Dülmener Denkmalprojekt „Keller Pins“ und im Rahmen einer geistlichen Stunde wurde eine eigene Internetplattform freigeschaltet: Unter der Adresse www.hineinschauen.org wird künftig verschiedenstes Bild- und Textmaterial zu den Spuren jüdischen Lebens in Dülmen hinterlegt, das ständig aktualisiert wird und zu Rückmeldungen einlädt. Hier entsteht ein echtes „Mitmach-Format“, weil man eigene Bilder und Beiträge bzw. Rechercheergebnisse und Meinungsäußerungen einstellen und sich der Diskussion stellen kann. Nach und nach soll das heute noch verfügbare Wissen um das jüdische Leben in und um Dülmen zusammengetragen und präsentiert werden – angefangen von genealogischen Daten bis hin zu aktuellen Initiativen.

Peru-Spenden der Gemeinde fließen in Lebensmittelpakete

Zum Osterfest erreichten den Perukreis St. Viktor herzliche Grüße aus Lima in Peru von Schwester Bernita. Sie steht in engem Kontakt mit Pfarrer Elias, der in Tablada arbeitet und dort das Comedor betreibt. Da die Suppenküche zurzeit wegen Corona und einer fehlenden Köchin nicht geöffnet werden kann, bat Padre Elias darum, mit den Spendengeldern der Gemeinde St. Viktor Lebensmittelpakete für die Familien kaufen zu dürfen. Diese Familien kommen normalerweise einmal am Tag ins Comedor um dort eine warme Mahlzeit zu essen. Schwester Bernita hat das Geld für diese Pakete an Padre Elias überwiesen. So konnten 50 Lebensmittelpakete zusammengestellt und verteilt werden. Jedes Paket enthielt um die 50 kg Lebensmittel. “Damit haben die Leute jetzt ein paar Wochen zu essen,” schrieb Schwester Bernita. Sie teilte Padre Elias außerdem mit, dass er sich erneut melden könne, es seien noch Spendengelder für weitere Pakete da.

Allen Spendern und Spenderinnen, die die Peru-Projekte der Gemeinde St. Viktor unterstützen, sei hiermit herzlich gedankt.

Peru Tablada  Tablada

Kaiser in Rom

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Seligsprechung. 

In der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen wurde jüngst der sogenannte „Relator“ im Kanonisierungsverfahren für Friedrich Kaiser ernannt. „Das war für uns eine große Überraschung“, erklärt Schwester Inmaculata, „die Nachricht kam am 30. März am Vormittag.“ Die wichtigste Aufgabe eines Relators ist die Vorbereitung der „Positio“. – Die Positio ist eine in chronologischer Reihenfolge abgefasste Darstellung des Lebens und Wirkens eines Dieners Gottes und soll dessen tugendhaftes Leben dokumentieren. (Die dickleibige Positio über Anna Katharina Emmerick kann in der Dülmener Emmerick-Gedenkstätte besichtigt werden.) „Diese Positio wird verschiedenen Gremien in der Kongregation vorgelegt, die darüber abzustimmen haben“, erklärt die Vatikan-Experte Ulrich Nersinger. „Wenn diese verschiedenen Gremien dann positiv entschieden haben, wird die Sache schließlich dem Papst vorgelegt. Der Papst entscheidet letztendlich, ob diese Causa einen positiven Ausgang nimmt. Wenn das geschehen ist, schließt sich noch ein weiteres Verfahren über ein Wunder an. Und dann ist es Sache des Papstes, einen endgültigen Schritt zu setzen.“ – Der nun ernannte vatikanische Relator ist der 1959 geborene italienische Priester und Kirchenhistoriker Maurizio Tagliaferri, der 2014 von Papst Franziskus in die Selig- und Heiligsprechungskongregation berufen wurde. 

Unglaublich! Tod und Furcht vernichtet!

OstermorgenDie Meldung ließ in den frühen Morgenstunden des 4. April umgehend ein Polizeiaufgebot und Wehrleute zusammenkommen; selbst die Dülmener Stadtspitze eilte herbei. Was genau geschah, wird noch ermittelt. Nach Zeugenangaben scheint sich folgendes Szenario abzuzeichnen: Jesus von Nazareth, unter der Anklage der Gotteslästerung erst am Freitag hingerichtet (wir berichteten), gilt ab sofort als auferweckt. Unweit seines Grabes hat ein Engel gegenüber einigen Frauen diese Neuigkeit bestätigt. Eine baldige Begegnung Jesu mit seinen Aposteln ist bereits anberaumt. Die Anwesenden auf dem Dülmener Rathausplatz nahmen die frohe Kunde zum Anlass, um umgehend mit Schellen durch die Dülmener Innenstadt zu ziehen, angeführt von Bürgermeister Carsten Hövekamp. Dieser bestätigte das Geschehen: Der Tod ist besiegt, der Tod ist nicht das Ende!

Weitere Informationen
durch Pfarrdechant Markus Trautmann
und Pfarrer Heio Weishaupt

  
Kreuzwegstation

Wichtige Meldung: Jesus hingerichtet!

Wie uns heute Nachmittag zur Kenntnis gelangte, wurde Jesus von Nazareth vor den Toren der Stadt Jerusalem gekreuzigt. Vorausgegangen waren gerichtliche Eilverfahren vor dem Hohen Rat bzw. dem Römischen Statthalter.

Hier ein Kommentar

 

Eilmeldung: Jesus festgenommen!

GetsemaniAm Vorabend zum Karfreitag gelang es den Sicherheitskräften von Jerusalem, eine Verschwörungsgruppe rund um Jesus von Nazareth auszuheben. Zuvor waren Hinweise auf eine konspirative Mahlgemeinschaft eingegangen.

Hierzu zwei Stellungnahmen:
> von Pfarrdechant Markus Trautmann
> von Pfarrer Heio Weishaupt

 

Gedenkstein

Wie nach 76 Jahren ein Zufallsfund das Schicksal zweier Soldaten aufklärte

Die kleinste, offizielle Kriegsgräberstätte in Deutschland? Die befindet sich in Merfeld. Hier ruhen Horst Ullmann und Otto Schulz. Die beiden Männer waren am 26. März 1945 mit ihrem Flugzeug im Bereich der Lavesumer Straße abgeschossen worden - so zumindest jahrzehntelang die Überlieferung im Dorf. Nur: Diese Erzählung stimmt nicht. Was wirklich mit ihnen geschah, davon berichtet seit dieser Woche eine Gedenktafel an den Gräbern. Genau 76 Jahre nach dem Tod der beiden Soldaten erzählt sie ihre Geschichte.
Hildegard Stegehake, Paul Frerick, Justin Maasmann und Pfarrer Markus Trautmann haben sich auf dem Friedhof versammelt. Das Quartett berichtet, wie es in den vergangenen Monaten dem Schicksal von Ullmann und Schulz nachgespürt hat. Tatsächlich, so sagt Maasmann, habe die Pandemie diesmal zumindest einen positiven Aspekt gehabt. „Die ganze Corona-Geschichte hat uns mehr Zeit gegeben, alles gründlich aufzuarbeiten.“ Denn eigentlich sollte die Gedenktafel bereits 2020, 75 Jahre nach Kriegsende, angebracht werden. Eine Gedenkveranstaltung war geplant, als die Pandemie für eine Absage sorgte.

Nachfragen von Trautmann hatten bereits zuvor dazu geführt, dass sowohl Maasmann als auch Stegehake begannen, bei Zeitzeugen nach den Geschehnissen in diesen letzten Kriegstagen in Merfeld zu recherchieren. Und zunächst, so erläuterte Maasmann, schien sich die Erzählung vom Flugzeugabsturz zu bewahrheiten. Bis einer der Befragten, der als Kind nach dem Krieg nahe der Lavesumer Straße aufwuchs, davon berichtete, dass die Soldaten nicht abgestürzt seien, sondern in ihrem Auto von Tieffliegern getötet worden waren.

Um weitere Auskünfte zu bekommen, schrieb Trautmann sowohl die Kriegsgräberfürsorge als auch die Wehrmachtsauskunftsstelle an - ohne Erfolg. Die Idee dahinter: Herausfinden, zu welcher Waffengattung Ullmann und Schulz gehörten. Neben der Aussage des Zeitzeugen fand sich in den Dülmener Heimatblättern ein Hinweis, dass sie wohl nicht zur Luftwaffe gehörten - der Tod bei einem Absturz also unwahrscheinlich war. Und zumindest das sollte auf der Gedenktafel stehen.

Doch dann bekamen Trautmann, Maasmann und Stegehake überraschend Hilfe: Als die drei sich am Grab treffen wollten, baten sie Paul Frerick dazu. Denn der Merfelder, langjähriges Mitglied im Kirchenvorstand, kümmerte sich jahrelang um den Friedhof. Vor dem Treffen stöberte Frerick im Pfarrarchiv - und stieß hier auf Briefe von Merfelds einstigem Pfarrer Josef Wieling. Briefe an die Familien von Horst Ullmann und Otto Schulz. Briefe, die keinen Zweifel mehr am Schicksal der beiden Männer lassen.

So hatten Oberstleutnant Ullmann, 49 Jahre alt, und sein vier Jahre jüngerer Fahrer, Obergefreiter Schulz, Ende März ihr Quartier in Lavesum aufgeschlagen. Am 26. März inspizierte Ullmann die ihm unterstellte „Frontleitstelle“ in Merfeld. Trotz der Warnungen der Soldaten (es seien gerade viele Tiefflieger unterwegs) fuhren sie noch im Hellen zurück nach Lavesum. Ungefähr auf halber Strecke griffen Tiefflieger an, die Soldaten wurden tödlich verwundet. Kurz vor Ostern setzte man sie auf dem Merfelder Friedhof bei. „Das zerschossene Auto lag noch im Januar 1946 im Graben“, ergänzt Frerick.

„Der Fund im Pfarrarchiv war der Schlüssel“, freut sich Trautmann. Akribisch habe der einstige Pfarrer Wieling den Schriftverkehr mit den Angehörigen abgeheftet. Interessant war vor allem ein Brief des Pfarrers an Ullmanns Witwe aus Januar 1946. Anneliese Ullmann hatte wegen einiger Ungereimtheiten zum Tod ihres Mannes die Hoffnung, dass eine Verwechslung vorlag. Daher bat sie den Pfarrer um Details. Der erfüllte diesen Wunsch - und schildert ausführlich, was an jenem 26. März 1945 auf der Straße von Merfeld nach Lavesum und im Anschluss mit den Leichen geschehen war. Auch war es Wieling, der den hochbetagten Eltern von Otto Schulz, die bei Uelzen lebten, im Dezember 1945 vom Schicksal ihres Sohnes berichtete. Deren Antwort-brief zeigt deutlich, wie viel es ihnen bedeutete, dass die „quälende Ungewissheit“ endlich ein Ende habe. Und Wieling versicherte den Angehörigen, dass die Merfelder sich um die Grabpflege kümmern würden.

Das tut die Gemeinde bis heute - und hat jetzt zusätzlich die auf einem Stein befestigte Gedenktafel aufgestellt. Einerseits, um die wahre Geschichte der beiden Verstorbenen zu erzählen, so Hildegard Stegehake. Und andererseits soll Deutschlands kleinste Kriegsgräberstätte „die nachfolgenden Generationen zum Frieden mahnen“, wie es auf der Tafel heißt.

Das Gelübde
Bereits während der Dankprozession im vergangenen Jahr war erstmals über die neuen Erkenntnisse zum Tod der beiden Soldaten berichtet worden. Die Prozession, die immer zehn Tage nach Pfingsten stattfindet, geht zurück auf ein Gelübde von 1944, dass die Merfelder auf Drängen von Pfarrer Josef Wieling abgelegt hatten: So sollte die Prozession ein Dank dafür sein, falls Merfeld im Krieg verschont bleiben würde. Was die Häuser anging, so stimmte dies auch, berichtet Markus Trautmann. Aber: Rund 90 Dorfbewohner starben im Zweiten Weltkrieg, was rund zehn Prozent der Einwohner Merfelds entspricht. Nirgendwo sonst in der Region sei der Anteil der Kriegstoten an der Gesamtbevölkerung so hoch gewesen, ergänzt der Pfarrer.

 

Bericht und Bilder der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan

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Nach langer Zeit einen Gruss aus Perú an den Perú Kreis in Dülmen.

Noch stehen wir weiterhin unter dem „Banne“ des Coronovirus. Unsere Schulen bleiben vorerst bis zum 15. April geschlossen; was dann kommt wissen wir noch nicht.

Auch Pater Elías war ziemlich „abwesend“ oder besser gesagt, in der Hilfe um andere beschäftigt. Er rief vor kurzem an und sagte mir, dass das „comedor“ noch nicht geöffnet werden kann, weil ihm eine Köchin fehlt und schlug vor, wieder Pakete mit Lebensmittel anzufertigen und zu verteilen. Ich habe gleich zugesagt und ihm gleich 6,250 Soles überwiesen für 50 Lebensmittel-Pakete. Sie wurden in der vergangenen Woche verteilt. Er schrieb mir am Freitag, dass jedes Paket um die 50 Kg Lebensmittel enthält. Damit haben die Leute jetzt ein paar Wochen zu essen.  

Elías und alle Mütter danken dem Perúkreis und allen Spendern für die großartige Hilfe. Ich schließe mich an.

Schwester Bernita, msc

Zerstörung Dülmens

An diesem Wochenende jährt sich die Zerstörung Dülmens am 21. und 22. März 1945 durch Bombardements der Alliierten  zum 76. Mal.
Einer der damaligen Zeitzeugen ist Josef Waltring. Wie er diese apokalyptischen Tage erlebte und überlebte, hat er Pfarrdechant Markus Trautmann erzählt, der die Erinnerung Waltrings >>> aufgeschrieben hat.

Die Zentralrendantur im Dekanat Coesfeld und Dülmen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt mehrere einsatzfreudige, zielstrebige und kirchlich engagierte Verwaltungsangestellte für verschiedene Bereiche mit unterschiedlichem Beschäftigungsumfang. Die genauen Ausschreibungen finden Sie auf der Internetseite der Rendantur >>>

Demnächst

Ökumenisches Marktgebet
21 Mai 2021
11:00 Uhr
Pfingstvigil
21 Mai 2021
20:00 Uhr
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