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Einweihung des Anna Katharina Emmerick Pilgerradwegs

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Dülmen. „Einfach faszinierend“, beschreibt Gudrun Liening die Geschichte der Anna Katharina Emmerick. Stolz ergänzt die Dülmenerin, ihren Blick auf das Emmerickhaus gerichtet: „Bei der Seligsprechung 2004 war ich sogar vor Ort in Rom und habe auf dem Petersplatz gesungen - das ging unter die Haut.“
Im Rahmen der Eröffnung des neuen Pilgerradwegs „Anna Katharina Emmerick“ treffen sich Pfingstmontag rund 60 Interessierte mit ihren Drahteseln an der Geburtsstätte der Mystikerin in Flamschen, um sich gemeinsam auf eine eindrucksvolle Fahrradtour nach Dülmen zu begeben.
Ganz schön eng ist es in dem bescheidenen Haus, als die zahlreichen Teilnehmer seine naturgetreu eingerichteten Stübchen mit den tiefen Decken erkunden und sich so ein wirklichkeitsnahes Bild vom Leben im 18. Jahrhundert machen. „Sehr tolles Inventar“, staunt eine 76-jährige Coesfelderin, die nicht zum ersten Mal beeindruckt die Nähstube unter die Lupe nimmt.
Authentisch ist nicht nur das Mobiliar, auch Pastor Johannes Hammans von der Anna-Katharina-Gemeinde begeistert mit einem lebensnahen Szenenspiel aus dem Leben Emmericks: Gekonnt schlüpft er in die Rolle des deutschen Lyrikers, der damals die Visionen der krank gewordenen Mystikerin aufzeichnete, und bringt mit viel Witz das Publikum zum Schmunzeln. „Das ist definitiv Clemens Brentano“, ruft eine Zuschauerin. Noch zwei weitere szenische Darstellungen warten auf die Pilger in Lette und Merfeld, bevor sie die Fahrt bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim Heilig Kreuz in Dülmen ausklingen lassen, so die Veranstalter.
Dorothee Heitz, Pressesprecherin der Stadt und Geschäftsführerin des Stadtmarketing Vereins Coesfeld und Partner, schätzt die Kooperation mit Dülmen Marketing sehr: „Mit der Erweiterung des Pilgerwegs bringen wir die Touristik zusammen nach vorne.“
Sabine Pöhling, Geschäftsführerin von Dülmen Marketing, sieht beim neuen Radrundweg das Motto Verbundenheit bestätigt: „Dieses haben sich nicht nur die Kirchengemeinden gewählt, sondern es ist auf die beiden Städte übertragbar. Wir haben von den Teilnehmern eine sehr positive Resonanz erfahren.“

(Quelle: Dülmener Zeitung, Rieke Wiemann)