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Halbzeit beim Bau des Intergenerativen Zentrums (IGZ) in Dülmen

Bericht vom 31. August 2018 der Bischöflichen Pressestelle Bistum Münster, Michaela Kiepe

 

2018-08-31-Baustellenfest-IGZ2Wo jetzt noch Eisenstützen stehen und der nackte Beton zu sehen ist, soll im Sommer 2019 das Gemeinschaftsprojekt der Pfarrei St. Viktor und der Stadt Dülmen eröffnet werden. Zur Halbzeit der Bauzeit des IGZ, des Intergenerativen Zentrums, in der Dülmener Innenstadt trafen sich am Freitag, 31. August, Vertreterinnen und Vertreter aller Beteiligten zu einem Baustellenfest. Mit von der Partie waren neben Pfarrdechant Markus Trautmann, Bürgermeisterin Lisa Stremlau auch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sie alle lobten in ihren Ansprachen die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune sowie den Mut, neues zu wagen. „Das IGZ soll eine Anlaufstelle für alle Menschen werden, egal welchen Alters, welcher Nationalität oder welcher Religion“, betonte Bürgermeisterin Stremlau. Mehr als 40 Kooperationspartner sind an dem „Haus für alle“ beteiligt. „Man könnte meinen, dass viele Köche den Brei verderben“, zitierte Trautmann ein gängiges Sprichwort. „Doch das gilt nicht für dieses Projekt, das viele Menschen geformt und möglich gemacht haben. Das hat Kraft, Kreativität und Ausdauer gefordert. Es war nicht immer einfach“, gab er zu. Das IGZ wolle künftig Raum bieten, um das Miteinander der Menschen zu gestalten.

Auch Ministerin Scharrenbach freute sich über die neuen Wege, die mit dem „Haus für alle“ in Dülmen beschritten würden. „Sie verbauen gemeinsam an dieser Stelle rund 26 Millionen Euro. Das würden Sie nicht tun, wenn Sie nicht von dem Projekt überzeugt wären“, richtete sie das Wort an die Beteiligten. Sie hoffe, dass das, was jetzt noch im Rohbau sei, später mit Leben gefüllt werde. „Heimat zu haben bedeutet auch, sie zu gestalten und für Veränderungen aktiv einzutreten. Das geht nicht ohne Ehrenamtliche. Wir als Landesregierung unterstützen dieses Projekt als ‚Haus für alle‘ ausdrücklich“, betonte Scharrenbach.

Für das Bistum Münster, das das IGZ finanziell, personell und inhaltlich unterstütze, stehe das Haus als zielgruppenorientiertes Projekt. „Christliches Leben und Handeln verwirklicht sich in der Nächstenliebe. Dazu gehört auch ein öffentliches und kulturelles Engagement. Nicht als Selbstzweck, sondern für die Menschen“, sagte Weihbischof Zekorn. Er hielt ein Plädoyer für das Subsidiaritätsprinzip. „Als Bischof und Bürger finde ich es wichtig, dass in unserer Gesellschaft möglichst viele Akteure unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Denn auf diesem Weg können sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Das IGZ ist ein gutes Beispiel für diese Aufgabe in der Gesellschaft“, führte Zekorn weiter aus. Er wünschte sich, dass das Haus ein Segen für die Menschen werde.

Zum Abschluss des offiziellen Festaktes befüllten die Beteiligten eine Zeitkapsel, die in den Bau eingefügt wird. „Hinein kommt eine Urkunde, ein Handlungskonzept und eine Erklärung des Hauses“, informierte IGZ-Geschäftsleitung Cäcilia Scholten. Zudem fügten Stremlau und Trautmann eine kleine Wasserwaage hinein. „Sie soll als Zeichen für Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit stehen. Nicht nur für das Miteinander von Kommune und Kirche, sondern für die ganze Gesellschaft“, erklärte Trautmann den Hintergrund. Auch die Ministerin hatte etwas mitgebracht: das kleine Lego-Püppchen mit dem Namen Regina als Symbol für das Strukturförderprogramm Regionale 2016. Weihbischof Zekorn bestückte die Kapsel mit einem kleinen Edelstahlkreuz vom Katholikentag 2018, der im Mai in Münster unter dem Motto „Suche Frieden“ stattgefunden hat.

Am Sonntag findet von 11 Uhr bis 18 Uhr auf dem Kirchplatz an der St.-Viktor-Kirche ein „IGZ-Baustellenfest für alle“ statt. Nach einem Gottesdienst unter freiem Himmel geht es mit einem bunten Programm sowie Führungen über die Baustelle weiter.