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Netzwerk statt Einzelkämpfer

Bericht der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan, vom 13. Oktober 2017

 

Caritas-AusschussDa ist etwa der Seniorenausflug. Der wurde bislang an zwei Terminen im Jahr in St. Joseph angeboten. „Wir versuchen das jetzt auszuweiten“, berichtet Bärbel Lackhütter. Im nächsten Jahr sollen sich die Fahrten an Senioren in der ganzen Großgemeinde St. Viktor richten. 

 

Weitere Beispiele für gelungene Zusammenarbeit über einstige Gemeindegrenzen hinaus aufzuzählen, das ist für die Mitglieder des Caritas-Netzwerkes St. Viktor nicht schwer. So wurden etwa früher keine Spendenaufrufe in St. Viktor verteilt, weil dort schlicht die Helfer fehlten - jetzt übernehmen Ehrenamtliche aus St. Joseph das mit. 

Knapp 90 Helfer engagieren sich in der ganzen Großgemeinde in der Caritas. Koordiniert wird die Arbeit vom Caritas-Netzwerk St. Viktor, in dem Vertreterinnen aus allen Gemeindeteilen, die auch Ansprechpartnerinnen vor Ort sind, sich sieben bis acht Mal im Jahr treffen. „Wenn es in einer Gemeinde ein Problem gibt, kommt das hier auf den Tisch und wir tauschen uns aus“, beschreibt Irene Angelkotte aus Rorup die gute Zusammenarbeit. „Das Einzelkämpfertum hört auf“, ergänzt Pastoralreferent Christian Rensing, der das Netzwerk betreut. Gemeinsam vorbereitet wird unter anderem auch die Elisabeth-Feier am 22. November für alle ehrenamtlichen Caritas-Helfer. 

Besuchsdienste im Krankenhaus, finanzielle Hilfe für Bedürftige, Angebote für Senioren, die Gestaltung von Gottesdiensten am Caritassonntag - die Aufgaben des Netzwerkes sind groß und vielfältig. Und wichtig, betonten die Verantwortlichen. So würde etwa für einige Kinder das Schulgeld für eine warme Mahlzeit übernommen, gibt Heike Plugge aus St. Viktor ein Beispiel für eine der unkomplizierten Hilfen. 

An einem Problem kommt das Netzwerk jedoch nicht vorbei: „Wir brauen Nachwuchs“, betont Irene Angelkotte. Sehr viele Ältere, zwischen 70 und 80 Jahren, würden sich derzeit bei der Caritas engagieren, ergänzt Lackhütter. „Diese Strukturen brechen jetzt weg.“ Was sie mit Blick auf mögliche Interessierte betont: „Sich zu engagieren heißt nicht, alle Aufgaben zu übernehmen, sondern sich einzelne Dinge herauszusuchen. Ideen für neue Aktionen seien da, sagt Maria Schulte-Kuhmann aus St. Joseph. „Aber die Kapazitäten in der Gemeinde sind begrenzt.“ Aktuell müsse man gucken, den derzeitigen Standard beizubehalten, betont Plugge.