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Impuls im Juli 2014

Urlaub – Zeit der Gottsuche

In den Bergen ist gut Gott suchen. Morgens beim Anstieg, wenn der Nebel sich lichtet und wunderbare Blicke freigibt, jubelt mein Herz, und ich lasse die Nacht und manch' dunkle Gedanken im Tal zurück.
Ich steige auf in Richtung Himmel, und mein Geist erwacht zu neuem Leben.
Er atmet Weite, spielt mit Blättern, Wolken, Gedanken:
Ja, Gott, "deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen ... " (Psalm 36).
Manchmal finde ich eine kleine Kapelle am Wegesrand. Viele Kirchen und Kapellen habe ich betreten, um eine Kerze anzuzünden. Wenn ich Sorgen habe, sind fremde Kirchen ein guter Ort, um zu weinen und zu beten. Aber auch sonst kehre ich für einen Augenblick ein und lasse mich ansehen mit
Gottes Augen, die mich fragen und lieben.
Auch das Meer bringt mich ihm näher und mir selbst. Der Wind weht mir die Maske vom Gesicht. Der uralte Rhythmus der Wellen und der Blick auf den Horizont lassen den Alltag vergessen.
Urlaub ist Zeit, nach Gott zu suchen. Im Alltag versandet oft die Quelle, aus der ich Kraft schöpfe. Kein Blick mehr für die Weite des Himmels und die Tiefe des Herzens. So viel ist zu tun und so wenig Zeit, zu sein. Darum ziehe ich aus, um heimzukehren - zu mir selbst. Zu meinem inneren Zuhause.
Zu dem Gott in mir.

(Melanie Kirschstein, aus „Karten nach Anderland“ 2007)

Kehren Sie gut heim zu sich selbst und unserem Gott, der ihnen nahe sein will!