Info aus der Dülmener Zeitung von Louis Rauert
„Gealtert ist die Einrichtung in den 50 Jahren kein bisschen“, erklärt Heino Korste, Vertreter der Gemeinde St. Viktor. „Die Kinder sind mit Sicherheit immer noch genauso munter wie damals.“ 1964 öffnete der katholische Kindergarten St. Anna zum ersten Mal seine Pforten - ein halbes Jahrhundert liegt das jetzt zurück. „Ich freue mich auf weitere 50 Jahre mit Euch“, sagt Miriam Schmidt, Leiterin des Familienzentrums. Auch die Erste Beigeordnete Christa Krollzig gratuliert. „Der Kindergarten stand immer wieder vor großen Herausforderungen, die allesamt gemeistert wurden“, betont sie.
Das Jubiläum ist natürlich ein triftiger Grund zum Feiern. Zahlreiche Eltern haben gemeinsam mit den elf Erzieherinnen das Fest zum Geburtstag organisiert, das am Sonntag gefeiert wird. Kaffee und Kuchen stehen auf einem üppig bestückten Bufftetisch bereit, Fritten und Würstchen können am Grill gegen ein paar Wertmarken eingetauscht werden. „Die Kinder sollen heute bespaßt werden“, erklärt Schmidt. Das lassen sich die Kleinen nicht zweimal sagen. Munter flitzen fröhliche Kinder über das gesamte Gelände.
Wolfgang Krämers Eis-Mobil steht im Hinterhof und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Kleinen. Die Kugeln sind schließlich gratis. Und wie schmeckt es? „Guuuut“, betont Finn, der gemeinsam mit seinem Bruder am Spielplatz steht und genüsslich an seiner erfrischenden Eiskugel schleckt.
Nach der Abkühlung geht es direkt weiter zum riesigen Strohberg, der neben der St.-Viktor-Kirche aufgebaut ist. Da können die zwei Jungs sich richtig austoben, zwischen den Ballen hin und her klettern und von oben herunterrutschen, ehe sich das Duo eine zweite Kugel Eis zur Regeneration gönnt.
Gegenüber vom Eis-Mobil gibt es verschiedene Preise zu gewinnen. Mit etwas Glück steht demnächst ein kostenloser Besuch im düb, Allwetterzoo oder Joy’n us an. Letzteres ist bei Tobi der Fall. „Ich habe erst einmal am Glücksrad gedreht und sofort eine Freikarte für die Spielehalle gewonnen“, freut er sich. Für Schwester Gina ist diesmal nur eine rote Kappe rausgesprungen: „Aber Tobi hat gesagt, ich darf mitkommen!“
Überall wimmelt es nur so von kleinen Tigern, Feen und Spinnen - und es werden immer mehr. Um den Schminkstand hat sich längst eine große Traube von interessierten Kindern gebildet, vielen erstaunten Blicken ist abzulesen: „Das will ich auch.“ Um zu wenig Arbeit müssen sich die beiden Damen vom Schminkstand vorerst also keine Sorgen machen.
Eines wird bei dem bunten Kindergartenfest auf jeden Fall klar: Munter sind die Kleinen - genauso wie vor 50 Jahren.