Info aus der Dülmener Zeitung  von Kristina Kerstan

Den Aufgang zur früheren Kapelle, an den kann sich Architekt Franz-Josef Dreier noch gut erinnern. „Wir haben versucht, alles möglichst in den Ursprungszustand zu bringen“, erläutert der Dülmener Architekt mit Blick auf das Treppenhaus. Die großen Fenster im Obergeschoss wurden ausgebaut, dafür gibt es zwischen den Balken jetzt Holzgeländer. Auf der Treppe wurde der Teppichboden entfernt, der zuvor die Fliesen verdeckte. Und neu hinzugekommen ist ein Aufzug in einem gläsernen Schacht.
„Hell, freundlich und kommunikativ“, so fasst Johannes Hammans, Pfarrer der Anna-Katharina-Gemeinde Coesfeld, sehr passend seine Eindrücke von der umgebauten, jetzt barrierefreien Zentralrendantur zusammen. Diese ist nach der Fusion der Rendanturen in Dülmen und Coesfeld zum Jahresbeginn in Trägerschaft der Coesfelder Gemeinde, hat ihren Sitz jedoch neben der früheren Maria-Königin-Kirche in Dülmen. Die bisherigen Räume dort sind nun durch zwei Durchbrüche zum früheren Emmericksaal und Jugendhaus erweitert worden, um Platz zu schaffen für die sieben Coesfelder Mitarbeiter. Diese sind Ende der Woche in ihre neuen Büros gezogen. Noch stehen überall Umzugskartons. „Wir werden noch ein paar Tage brauchen, bis wir uns eingerichtet haben“, sagt der stellvertretende Leiter Andreas Groll.
Rund 350.000 Euro waren für die Umbauarbeiten eingeplant worden, berichtet Dreier. „Wir hoffen aber, dass es etwas weniger wird“, erläutert der Architekt. Bauherr war der Vermieter, die Heilig-Kreuz-Gemeinde, die Zuschüsse vom Bistum bekam. Neben dem Kosten- konnte auch der Zeitrahmen eingehalten werden.
Mit Emmericksaal und Jugendhaus konnte die Zentralrendantur ihre Fläche jetzt auf von 250 auf 568 Quadratmeter mehr als verdoppeln. So teilen sich etwa die Friedhofsverwaltungen Dülmen und Coesfeld jetzt ein Büro, die Mitarbeiter können sich gegenseitig vertreten. In den großzügigen Büros der einzelnen Sachgebiete sei jeweils ein zusätzlicher Arbeitsplatz für Auszubildende eingerichtet worden, erläutert Groll. Alles sei jetzt auf dem neusten Stand der Technik. So wurden auch die bisherigen Räume, an denen es kaum bauliche Veränderungen gab, umfassend saniert, nachdem die Dülmener Mitarbeiter in die bereits fertigen neuen Büros gezogen waren.
Während im Obergeschoss des Jugendhauses ein Sozialraum für die Mitarbeiter entstand, befindet sich unter dem früheren Emmericksaal nun ein großes Versammlungszimmer. Dies könne, erläutert Groll, dank einer Zwischentür auch außerhalb der Öffnungszeiten der Rendantur genutzt werden.

Offiziell eingeweiht wird die umgebaute Zentralrendantur am 7. März 2015 mit einem Tag der offenen Tür.