Info aus den Streiflichtern von Yvonne Reher

Gemeindehaus in Rorup wird am 28. September eingeweiht
Rorup.
 Noch ein wenig kahl sind die Wände im neuen Gemeindehaus Rorup. Doch das soll sich spätestens am 28. September ändern, wenn das Gebäude feierlich eingeweiht wird. „Von den Firmlingen sind Bilder gestaltet worden“, informiert Schwester Agatha Bölke, Mitglied im Pfarreirat. Wo sie ihren Platz finden werden, steht noch nicht fest. Darüber hinaus wird in jedem Raum des Hauses ein Kreuz aufgehängt. „Einige ältere Kreuze wurden ausgesucht“, sagt Ludger Streyl, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses. Und auch ein modernes Kreuz wird, wie Robert Wulf, Mitglied des Verwaltungsausschusses ergänzte, „seinen Platz finden“.
Das Gemeindehaus soll allen Menschen in Rorup zur Verfügung stehen. Das ist nicht nur Hermann Richter, dem ehemaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und heutigen Pfarramtshelfer, wichtig. Gemeinsam mit Pfarrer Heinz Golder gab er im Kirchenvorstand den Anstoß für das Gemeindehaus im Schatten von St. Agatha, zu dessen Vollendung sich der Pfarrverwalter Aloys Rohlmann eingesetzt hat. An der heutigen Stelle stand laut Urkataster von 1826 ein Haus, das 1909 durch einen Neubau ersetzt wurde. Zuletzt diente dieses als Wohnraum für eine Familie.
Die erste Idee, das Gebäude vom Baujahr 1909, das inzwischen leer stand, umzubauen, wurde nach reichlicher Überlegung verworfen. „Es war nur sehr wenig historische Bausubstanz vorhanden“, so Streyl. „Eine Renovierung ist wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen“, sagt Robert Wulf.
Ein Neubau musste her. Die Pläne fertigte Architekt Franz-Josef Dreier vom Architekturbüro AIG Dülmen an. „Ein guter Entwurf“, findet Ludger Streyl mit Blick auf das Ergebnis. Bei der Planung habe ihnen Eric Potthoff, der ehemalige Leiter der Zentralrendantur Dülmen, sehr viel mitgeholfen. Mit den Fensterbänken aus Sandstein und der Zierverblendung ist der Balanceakt gelungen, das Gebäude an die alte Substanz anzupassen. Ansonsten ist es ein modernes Haus. Beheizt werden die insgesamt 160 Quadratmeter großen Räumlichkeiten mit Erdwärme.
380 000 Euro kostete insgesamt der Bau des neuen Gemeindehauses. Damit wurde genau der Betrag ausgegeben, der im Fianzierungsplan des Bistums Münster für dieses Projekt genehmigt worden ist.
Auf positive Resonanz ist das neue Gemeindehaus bereits gestoßen. Genau unter die Lupe nehmen können es alle am Sonntag, 28. September nach dem feierlichen Hochamt in St. Agatha, das an diesem Tag ausnahmsweise um 11 Uhr und nicht wie gewohnt um 9.30 Uhr beginnt. Die Messe zelebriert Pfarrer Markus Trautmann. „Sie wird als Erntedankmesse gefeiert“, informiert Schwester Agatha Bölke.
Für den passenden Schmuck im Gotteshaus sorgt wieder die Landjugend aus Rorup.
Voraussichtlich wirken an diesem Tag auch die Jagdhornbläser des Hegerings Dülmen mit. Nach dem Hochamt findet die Einweihung des Gemeindehauses statt. Danach schließt sich ein buntes Programm an, das genügend Freiraum für Gespräche zwischen den Rorupern bieten soll.