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Meisterwerk sakraler Baukunst

Bericht vom 29. Dezember 2015 der Dülmener Zeitung von Markus Michalak / Foto: Kirchengemeinde Hl. Kreuz

Heilig KreuzDie „Straße der Moderne“ präsentiert seit Sommer 2015 Sonntag für Sonntag Meisterwerke des deutschen Kirchenbaus im 20. und 21. Jahrhundert im Internet. 

Ein ganz Besonderes dieser sakralen Meisterwerke ist aus Sicht des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier, welches das Projekt verantwortet, die Heilig-Kreuz-Kirche in Dülmen. Sie hat es sogar mit drei weiteren Gotteshäusern auf den Flyer des Instituts geschafft, der für das gesamte Projekt wirbt. 

Die Autoren Anja Lempges, Birgit Kita und Manuel Uder haben sich ein eigenes Bild von der Dülmener Kirche gemacht. Und waren ganz offensichtlich beeindruckt: „Bodenständig, massiv - so präsentiert sich Heilig Kreuz dem Betrachter nach außen: mit einer rustikalen Sandsteinverkleidung, einem einfachen Glockenturm und einer traditionellen Fensterrose. Typisch? Durchschnittlich? Von wegen! Denn was sich beim Betreten des Gebäudes bietet, ist einfach spektakulär. Die Größe des Raumes und die innovative Lichtführung beeindrucken, ja muten fast theaterhaft an“, schreiben sie in ihrem Erlebnisbericht. 

Auch die erst 2005 neu geschaffene Altarinsel fügt sich aus Sicht der Besucher aus Trier optimal in den Kirchenbau, der im Jahre 1938 eingeweiht wurde, ein: „Heutige Bedürfnisse an einen Gottesdienstraum und die ursprüngliche Konzeption des Architekten Dominikus Böhm wurden hier auf vorbildhafte Weise zusammengeführt. Eine künstlerische und liturgische Einheit ist entstanden. Geradezu, als ob es nie anders gewesen wäre.“ 

Die Internetseite des Liturgischen Instituts nennt die Kirche einen der „bedeutendsten Kirchenbauten der Moderne in Westfalen“ und nimmt sich viel Zeit, sie dem Betrachter näherzubringen. 

So findet sich ein Grundriss, werden einzelne Bauabschnitte historisch eingeordnet, gibt es eine Kurzbiografie zum Architekten Dominikus Böhm sowie einen Verweis auf weiterführende literarische Quellen. Natürlich fehlt auch nicht der Verweis darauf, dass die Pfarrkirche zugleich Gedenkstätte für die selige Anna Katharina Emmerick ist. Professionelle Fotos machen dem Internetnutzer Lust auf einen baldigen Abstecher nach Dülmen. 

Dies gilt natürlich auch für die rund 200 weiteren Kirchen beider Konfessionen, welche auf der Homepage in wissenschaftlich fundierten Porträts vorgestellt werden. 

Hier finden sich für den Internetnutzer viele gute Gründe, den Computer abzuschalten, und Deutschlands Kirchengemeinden einen Besuch abzustatten. Westfalen 

www.strasse-der-moderne.de