November
So Mo Di Mi Do Fr Sa
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Offen für Begegnungen

Info vom 9. November 2015 / Bericht der Dülmener Zeitung von Claudia Marcy / Foto: Gemeinde St. Viktor

Gemeindeversammlung von St. Viktor

GemeindeversammlungMarktplatz der Möglichkeiten, Raum der Stille, Info-Counter: Viele neue Bezeichnungen lernten die Zuhörer in der Aula der Marienrealschule am Freitagabend kennen. Gut, dass Architekt Thomas Helms auch jede Menge Bilder an die Wand projizierte, die veranschaulichten, wovon er sprach. So gewannen die Zuhörer einen Eindruck, wie es im Intergenerativen Zentrum (IGZ) aussehen wird, das Stadt Dülmen und Kirche/St. Viktor gemeinsam bauen. 

Gut 120 Mitglieder kamen zur Versammlung der Großgemeinde St. Viktor, um sich über das IGZ, „Haus für alle“, und das IGZ-Quartier zu informieren, in dem insgesamt rund 21 Millionen Euro investiert werden. Eine Summe, die fix ist, wie Helms auf Nachfrage betonte. 

Helms von dem für das IGZ-Gebäude zuständigen Büro dreibund Architekten zeigte anhand der Skizzen, wie sich das inhaltliche Konzept des „Hauses für alle“ in der Architektur spiegelt: Offene Architektur, die Ein- und Durchblicke in andere Räume gestattet, die zu Entdeckungen und Begegnungen einlädt, neue Blickwinkel ermöglicht. Die verschiedenen Einrichtungen und Funktionsbereiche wie Familienbildungsstätte, Bücherei, Café, Veranstaltungsräume sind nicht mehr scharf von einander getrennt. 

So werden auch die Kinder aus der Kindertageseinrichtung, einem mit dem IGZ verbundenen Gebäudetrakt, Räume im Intergenerativen Zentrum nutzen. Dass da Kinder verloren gehen oder sich ungebetene Besucher in der Kita einfinden könnten, diese Bedenken einer Zuhörerin zerstreuten Irmgard Neuß (Leiterin der Familienbildungsstätte) und Erik Potthoff (Bistum Münster). Es werde an vielen Stellen im Haus ein Überwachungssystem geben - mit und ohne Entgelt, sagte Potthoff. Irmgard Neuß präzisierte: Ehrenamtliche Helfer werden als Gastgeber neben den hauptamtlichen Kräften an Ort und Stelle sein, als Ansprechpartner fungieren, Angebote schaffen, die Menschen miteinander in Kontakt bringen. 

Und: Nicht nur die Familienbildungsstätte werde künftig im IGZ Bildungs- und Kreativangebote machen, sondern auch Ehrenamtliche, die beispielsweise, so Neuß, „mit fünf oder sechs Kindern einen Drachen bauen“. 

Im IGZ und IGZ-Quartier werde neues städtisches Leben entstehen, prophezeite Thomas Helms. 

Die Gemeindemitglieder hörten aufmerksam zu, ihre Fragen bezogen sich eher auf Praktisches: Wo sind die Stellplätze für die IGZ-Mitarbeiter, wo erfolgt die Anlieferung der Waren für das Café, wie können Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Kita bringen? 

Das, was laut Erik Potthoff mit dem IGZ erreicht werden soll, nämlich eine neue Begegnungskultur, ein offenes Miteinander der verschiedenen Altersgruppen auch ohne Anleitung, bot noch keinen Diskussionsstoff. Aber das Projekt ist ja noch in der Entwicklung. „Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen“, forderte Pfarrer Markus Trautmann die Gemeindemitglieder abschließend auf, sich weiterhin mit dem Thema IGZ zu beschäftigen, Fragen zu stellen oder Anregungen einzubringen. 



Ein paar Bausteine des IGZ und IGZ-Quartiers 

Marktplatz der Möglichkeiten: Die von einem Glasdach überspannte, von drei Richtungen aus zugängliche Fläche zwischen Rathaus und IGZ soll u.a. als Veranstaltungsfläche dienen und 24 Stunden erreichbar sein. 

Marktplatz vor dem Rathaus: Er soll umgestaltet werden, konkrete Pläne gibt es noch nicht. 

Rathausscharre: Sie soll entgegen früherer Planungen weiterhin offen bleiben, sodass der Kirchplatz jederzeit vom Marktplatz aus erreichbar ist. 

Raum der Stille/Garten der Stille: Schlicht gestaltete Rückzugsorte, die zum Verweilen einladen. 

Info-Counter: Theke im IGZ-Eingangsbereich, an der es Informationen zu allen Veranstaltungen und Einrichtungen im IGZ gibt. 

Kindertageseinrichtung: Ist ein eigener Gebäudetrakt, der mit dem IGZ verbunden und durch den IGZ-Eingang erreichbar ist. Für Eltern, die ihr Kind mit dem Auto bringen, werden - so die derzeitigen Überlegungen - Kurzzeitparkplätze an der Lüdinghauser Straße entstehen. 

Baubeginn des IGZ: Wird für Spätfrühling/Frühsommer 2016 angestrebt. 

Information: Zehn der wichtigsten Fragen zum IGZ beantwortet ein Faltblatt, das auch im Netz heruntergeladen werden kann.