November
So Mo Di Mi Do Fr Sa
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

So bunt wie das Leben

31.03.2014
Bericht aus der Dülmener Zeitung von Claudia Marcy

 

Bischof Felix Genn kam zur Einsegnungsfeier Haus Jakob zur Karthaus und dankte den Bewohnern
Dülmen. 
Blumen, Wärme, Tiere, Obst, aber auch ein kuscheliges Bett, Gebet und Engelsflügel: Die Bewohner von Haus Jakob haben ihre Wünsche für ihr neues Zuhause in einem großen Bild zusammengetragen. Am Samstag war es in der Kapelle des Anna-Katharinenstifts, zu dem Haus Jakob gehört, im Einsegnungsgottesdienst für das Haus ausgestellt. Dr. Felix Genn erkannte in diesem farbenfrohen Bild „keine Spur von Traurigkeit“, sondern entdecke hier „die Fülle des Lebens“. Für dieses Geschenk der Bewohner bedankte sich der Bischof, der extra zur Einsegnung von Haus Jakob aus Münster gekommen war.

Bunt und lebendig war auch der von Mitarbeitern und Bewohnern sorgfältig vorbereitete Gottesdienst. Unbefangen gingen die Bewohner mit dem Gast aus Münster um, der zusammen mit Domkapitular Dr. Klaus Winterkamp und Pater Klaus die Messe zelebrierte. Freimütig gestanden sie ihm, dass es auch unter ihnen mal Zank gebe, ganz so wie bei dem Namenspatron ihres Hauses, dem biblischen Jakob.

Genn betonte in seiner Predigt, wie wichtig eine Einrichtung wie Haus Jakob, also ein Alten- und Pflegeheim für behinderte Menschen, sei und wünschte sich, dass der Streit der Politik darüber, wer die Kosten übernehme, nicht auf den Rücken der Bewohner ausgetragen werde. „Genau!“, kam da laute und spontane Zustimmung aus der Bewohnerschaft. Und auch der Applaus für Georg Breitkopf und den Mitarbeiterchor samt Musikern für die schöne Gestaltung des Gottesdienstes erfolgte spontan und herzlich.

Nach der Messe übergab Architektin Anne Linnemannstöns einen gläsernen Schlüssel an Gisela Wiels-Heckmann, Leiterin der Gesamteinrichtung, Uwe Schmitz, Leiter von Haus Jacob, und Bewohnerin Ursula Rückes. Gläsern sei der Schlüssel deshalb, weil er Transparenz und Offenheit symbolisieren solle, die in der Arbeit und im Umgang miteinander herrsche, sagte sie. Überhaupt lobte sie die „sehr angenehme“ Zusammenarbeit mit dem Anna-Katharinenstift in der Planungs- und Bauphase.

Im Anschluss segnete der Bischof die neuen Räume ein. Neben den Bewohnern gab es weitere Gäste - unter anderem Dülmens stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup sowie Vertreter anderer Einrichtungen der Behindertenhilfe. Vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) als Träger des Anna-Katharinenstifts und Haus Jakob waren SkF-Bundesgeschäftsführerin Renate Jachmann-Willmer gekommen sowie SkF-Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus aus Würzburg.