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Bücherei der ersten Stunde

Info aus der Dülmener Zeitung vom 27.10.2014 von Nina Domnick

„Die Bücherei der St. Agatha ist eine Bücherei der ersten Stunde“, freut sich Ludger Streyl vom Kirchenvorstand. Nur wenige andere katholische Büchereien im Kreis könnten auf ein längeres Bestehen zurückblicken.

Seit hundert Jahren können Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in die Bücherwelten tauchen.
„Ein Eintrag aus dem Jahr 1914 in einer Statistik der Fachstelle für Büchereien der Diözese Münster belegt, dass in diesem Jahr ein Beitrag von 135 Reichsmark an eine Bücherei ging“, so Anne Schulte vom Büchereiteam. Die erste Erwähnung der Leihbücherei. Am Sonntag feierte die Gemeinde ihre Bücherei in Rorup.
„2009 sind wir in unseren Räumen in der Schule angekommen und heute sehr froh über die vielen positiven Kontakte“, freute sich Schulte. Viele Schüler leihen sich jeden Freitag neue Bücher aus. „Aber das sollte man nicht als Luxus ansehen, sondern als Notwendigkeit“, findet Ludger Streyl. „Trotz E-Books und neuen Medien, das Buch wird bleiben“, zeigte sich Ortsvorsteher Dieter Klaas überzeugt. Besonders lobte Klaas die intensive Arbeit des Teams der Bücherei. „Hundert Jahre Bücherei bedeuten auch hundert Jahre Ehrenamt. Doch genau diese Arbeit bedeutet meist mehr Amt als Ehre.“ Daher hatten es sich alle Helfer verdient nach einem Gottesdienst des Familienmesskreises gemeinsam bei einem Sektempfang anzustoßen und die anschließende Feier zu genießen.
Dazu gehörten auch zwei Lesungen von Markus Walther, der die Zuhörer zum Lachen brachte. Von zerquetschten Wunschelfen bis hin zum bürokratischen Wahnsinn war für jeden etwas dabei. Und auch die kleinen Besucher kamen nicht zu kurz. Ein Zauberer entführte in die Welt der Magie und in einer Ausstellung konnte Kinder- und Erwachsenenliteratur durchgeblättert werden. „Ich bin oft in er Bücherei, um Fußballgeschichten auszuleihen“, erzählt der junge Lesefreund Alexander. Die siebenjährige Katharina findet dagegen eher Gefallen an Feenbüchern. „Ich leihe immer ganz viel aus und dann sagt meine Mama auch mal nein“, weiß Romy zu berichten.