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Wettbewerb „Neubau des Intergenerativen Zentrums (IGZ)“ ist entschieden

Info vom 3. Juli 2014 der Stadt Dülmen

Jury wählt Architekten aus München als ersten Preisträger aus

Preis1 Preis2
1. Preis: Auernhammer Wohlrab
Architektur aus München
2. Preis: dreibund architekten BDA
ballerstedt | helms | koblank aus Bochum
Preis3 Preis4
3. Preis: h2 architekten + städtebauer
aus Emsdetten
4. Preis: Schlude Ströhle Richter Architekten
BDA aus Stuttgart


Dülmen.
Der Sieger des Wettbewerbs zum Neubau des Intergenerativen Zentrums in Dülmen steht fest: Der mit 24.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Büro Auernhammer Wohlrab Architektur aus München. Den mit 19.000 Euro dotierten Preis erhielt das zweitplatzierte Büro dreibund architekten BDA ballerstedt | helms | koblank aus Bochum; den dritten Preis mit 14.000 Euro vergab die 13-köpfige Jury am Abend des 2. Juli an das Büros h2 architekten + städtebauer aus Emsdetten. Der 4. Preis mit 9.000 Euro wurde an das Büro Schlude Ströhle Richter Architekten BDA aus Stuttgart vergeben. Zudem wurden zwei Anerkennungen ausgesprochen mit je 4.500 Euro für die Büros Kauffmann Theilig & Partner Freie Architekten BDA aus Osftfildern und Kister Scheithauer Gross, Architekten und Städteplaner aus Köln.
Zehn Büros wurden von der Stadt Dülmen und der Katholischen Kirchengemeinde St. Viktor als Auslober des Wettbewerbes im Februar direkt zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen. Daneben wurden aus 180 Bewerbungen aus ganz Deutschland und dem Ausland im April weitere 20 Architekturbüros für die Teilnahme am Wettbewerb unter juristischer Aufsicht ausgelost. Letztendlich haben 21 Büros ihre Arbeiten bis zum 11. Juni eingereicht.

Transparenz und Offenheit
Aufgabe des Wettbewerbes im Rahmen der Regionale 2016 Zukunftsland war es, einen Vorschlag für den Neubau des Intergenerativen Zentrums in der Dülmener Innenstadt zu erarbeiten. Ziel war eine qualitätsvolle Architektur, welche Transparenz, Durchlässigkeit und Offenheit ausstrahlt, wodurch alle Menschen zu einem Besuch und zur aktiven (Be-) Nutzung inspiriert und eingeladen werden. Von herausragender Bedeutung war dabei eine Verknüpfung des IGZs mit den bestehenden Stadträumen des IGZ-Quartiers. Öffentliche Räume der direkten Umgebung, wie der Kirchplatz St. Viktor, der Marktplatz und die Straßenräume Rathausgasse, Bült, Schulgasse und Kirchgasse sollten in die räumliche Konzeption des IGZ einbezogen und entsprechend gestaltet werden.

Vernetzung von Frequenzbringern
Mit dem Intergenerativen Zentrum (IGZ) soll ein Ort geschaffen werden, wo alltägliche Kontakte zwischen Menschen aller Lebensphasen ermöglicht und als Bereicherung erlebt werden können. Das IGZ wird dazu vier bestehende Einrichtungen als Impuls- und Frequenzbringer zusammenführen: das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten, die Familienbildungsstätte als Teil des Mehrgenerationenhauses Dülmen, das Pfarr-/Jugendheim der Kirchengemeinde St. Viktor sowie städtische, bürgerorientierte Funktionen aus dem Rathaus. Die Architektur des Hauses muss die geplanten Nutzungen verbinden und die intergenerative Begegnung und Vernetzung unterstützen sowie den Besuchern im Idealfall eine neue Offenheit vermitteln. Darüber hinaus soll der Neubau an das Rathaus angebunden werden und auch über einen Rathausdurchbruch im Erdgeschoss eine Öffnung zum Marktplatz erhalten.

Bauliche Verbindung zwischen Kirchengemeinde und Rathaus gelungen
Der 1. Preis schafft es in besonderer Weise, diese Aufgabe zu lösen. „Das Votum ist der Jury nicht leicht gefallen“, betonte Ellen Wiewelhove von dem betreuenden Büro Norbert Post und Hartmut Welters Architekten und Stadtplaner aus Dortmund. Sowohl die vielen verschiedenen Lösungsansätze als auch die hohe Qualität der Wettbewerbsarbeiten hätten dem Preisgericht die Auswahl nicht leicht gemacht. Letztlich sei der Beitrag des Büros Auernhammer Wohlrab jedoch dennoch mit deutlicher Mehrheit auf Platz eins gesetzt worden. Die Jury lobte die Arbeit, die insgesamt einen sehr guten Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung in der Innenstadt Dülmens mit einem angemessenen Gebäude in der engen Lage vorschlägt. Die bauliche Verbindung zwischen Kirchengemeinde und Rathaus wurde als gelungene Antwort gesehen. „Das vorgeschlagene Forum ermöglicht die gewünschte Begegnung der Generationen im Herzen des IGZs“, erläutert Prof. Andreas Fritzen aus Köln, Vorsitzender der Jury.
In einem nächsten Schritt wird nun das Projektdossier, mit dem sich Kirchengemeinde und Stadt um den A-Stempel im Qualifizierungsprozess der Regionale 2016 bewerben werden, erarbeitet.

Mitglieder des Preisgerichts
Im Preisgericht waren neben Bürgermeisterin Lisa Stremlau und der Ersten Beigeordneten, Christa Krollzig, auch Ministerialrat Karl Jasper aus dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW vertreten. Zudem wurde das Preisgericht ergänzt durch Peter Briewig aus dem Kirchenvorstand, Pfarrer Markus Trautmann, Georg Wendel, Architekt und Diözesanbaumeister aus dem Bischöflichen Generalvikariat Münster, sowie Regionale 2016-Geschäftsführerin Uta Schneider. Weitere unabhängige Architekten und Stadtplaner, zum Teil auch im Gestaltungsbeirat der Stadt Dülmen aktiv, ergänzten das Preisgericht. Als beratende Mitglieder gehörten dem Gremium zudem Vertreterinnen und Vertreter der politischen Fraktionen im Rat der Stadt Dülmen an.

Ausstellung in der Viktor-Kirche
Alle Beiträge des Wettbewerbs werden der Öffentlichkeit vom 3. bis einschließlich 17. Juli 2014 in der St. Viktor-Kirche, Bült 2 in Dülmen, gezeigt. Die Wettbewerbsarbeiten können zu den Öffnungszeiten der Kirche besichtigt werden.