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Bewohner gestalten mit

11.02.2014
Bericht aus der Dülmener Zeitung von Kristina Kerstan

Mit dem Haus Jakob bietet das Anna-Katharinen-Stift Karthaus eine neue Wohnform an
Dülmen. Gertrud, Hildegard, Notburga und Martin - so heißen die vier Gruppen im Haus Jakob. Die Namen stammen von den Bewohnern selbst, berichtet Hausleiter Uwe Schmitz. Und auch die Einrichtung etwa der Gruppenräume liegt in ihren Händen. „Uns ist ganz wichtig, dass alles mitgestaltet wird“, betont Gisela Wiels-Heckmann, Leiterin des Anna-Katharinenstiftes Karthaus. In der vergangenen Woche sind die letzten der insgesamt 40 Bewohner in die neue Pflegeeinrichtung des Stiftes eingezogen. Im September 2012 waren die Arbeiten für den Neubau gestartet. Hier sollen ältere, pflegebedürftige Bewohner des Stiftes in Zukunft leben. „Der demografische Wandel macht ja nicht vor Menschen mit Behinderungen halt“, erläutert Wiels-Heckmann die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Bislang seien pflegebedürftige Bewohner in den Wohngruppen begleitet worden, ergänzt Michaela Konradt, Leiterin der Bereiche Wohnen im Anna-Katharinenstift. Mit dem Haus Jakob hätten die Stiftbewohner eine Möglichkeit, bis zum Lebensende auf der Karthaus zu bleiben. Drei Kriterien gebe es für potenzielle Bewohner, erläutert Verwaltungsleiter Josef Kuhlmann. So müssten sie eine Pflegestufe haben, im Rentenalter sein und nicht mehr werkstattfähig sein. 40 Plätze sei eine Mindestgröße für Einrichtungen dieser Art. „Wir gehen davon aus, dass wir mit 40 Plätzen gut aufgestellt sind“, sagt der Leiter der Verwaltung des Anna-Katharinenstiftes.
„Die Pflegebedürftigkeit steht im Vordergrund“, erläutert Hausleiter Uwe Schmitz. So gehören zu den Mitarbeitern - insgesamt 35 Voll- und Teilzeitkräfte - neben Pädagogen und Hauswirtschaftlern auch Pflegefachkräfte.
Großen Wert lege man auf das soziale Miteinander, sagt Wiels-Heckmann. Daher sei der Wohn- und Essbereich der jeweiligen Gruppen großzügig gestaltet worden, fügt Michaela Konradt hinzu. Das Haus Jakob sei, neben dem ambulanten und stationären Wohnen, die dritte Wohnform, die das Anna-Katharinenstift anbietet.
Seit eineinhalb Jahren seien die künftigen Bewohner auf ihren Umzug ins Haus Jakob vorbereitet worden, berichtet die Gesamtleiterin. „Zum Beispiel konnte sich jeder sein Zimmer selber aussuchen.“ Je länger die Bauphase dauerte, je mehr vom Neubau zu sehen war, desto größer sei auch die Vorfreude der künftigen Bewohner gewesen, erinnert sich Schmitz. Das kann Wiels-Heckmann nur bestätigen. Am ersten Tag des Einzuges habe sie eine Wohngruppe besucht - und die Bewohner dort zwischen den Umzugskartons beim Anstoßen mit Sekt angetroffen.
Nach wie vor sei die Stimmung im Haus Jakob gut, berichtet Schmitz. Wichtig ist dem Hausleiter, dass die Bewohner in das Leben im Anna-Katharinenstift integriert werden. „Es finden regelmäßig Besuche statt“, erläutert er. Im Frühjahr stehen jetzt noch Arbeiten an den Außenanlagen an - natürlich in Abstimmung mit den vier Wohngruppen.

Besuch vom Bischof
Offiziell eingeweiht wird das Haus Jakob am Samstag, 29. März, durch Bischof Dr. Felix Genn. Für ihn wird es der erste Besuch im Anna-Katharinenstift sein. Beginn ist um 11 Uhr mit einem Gottesdienst, den die Bewohner der neuen Pflegeeinrichtung gestalten, in der Kapelle des Stifts.