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Weltweite Verehrung wird immer sichtbarer

Bericht der bischöflichen Pressestelle Bistum Münster, Michaela Kiepe, vom 29. November 2016 

 

Gäste aus Venezuela besuchten das Grab der seligen Anna Katharina Emmerick

Am Emmerick-GrabZum zweiten Mal in diesem Jahr haben sich die Geschwister Zaralina und Williams Sandoval aus Venezuela auf den Weg nach Dülmen gemacht. Begleitet wurden sie von Baroness Rosario de Mandat Grancey. Ihr Ziel: die Heilig-Kreuz-Kirche mit dem Grab der Seligen Anna Katharina Emmerick und der Gedenkstätte. Denn die Geschwister verehren die Selige. In ihrer Heimatstadt Tinaco haben sie den Bau einer Wallfahrtskapelle unterstützt. Im Mai wurde sie geweiht und erhielt das Patrozinium Anna Katharina. 

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Emmerick-Musical in Rorup

Bericht der Dülmener Zeitung vom 4. Juli 2016 / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor


Emmerick-MusicalStehende Ovationen am Ende des Musicals von Anna Katharina Emmerick, aufgeführt durch die AG „Schule macht Kirche“. Und den Applaus hatten sich die Kinder verdient. Die Klassen eins bis drei stellten das Leben der Emmerick dar. Emmerick wurde in dem Musical immer größer, und wurde von drei Mädchen dargestellt. Die erste Anna Katharina Emmerick mimte Greta Sudmann, und als sie sich am Kreuz hinkniete und die Hände faltete, war das ein bewegender Moment.

Es passte einfach alles, die Musik, die Schauspielkunst der Kinder und auch die Kleidung. Die Kinder im Nonnengewand, oder auch der Bauer und die Mägde. Einstudiert wurde das Musical von Sonja Arning und Ulrike Kaul. „Wir sind ganz stolz auf eure Leistung“, so Arning. Mia Bonekamp hatte am Ende der Aufführung noch eine Überraschung für alle. Der Ururopa von Mia hatte damals einen Sarg für Anna Katharina Emmerick gebaut. Wiederum ihr Uropa baute dann einen weiteren Sarg für die Selige. Und hatte gesagt, dass man das gesegnete Holz nicht weg schmeißen dürfe. Aus diesem Holz sind kleine Kreuze entstanden, und Mia übergab jedem Kind am Ende des Musicals ein Kreuz. Eine schöne Geste.

Ausgrabungen geben Einblick in das Klosterleben in Dülmen

Info vom 29. April 2016 / Bericht und Fotos: LWL Münster

 

KlostermauerZeugnisse des klösterlichen Lebens sind jetzt bei Ausgrabungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Dülmen zum Vorschein gekommen. Wo im Osten der Stadt ein Parkplatz entstehen soll, stand bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts das Kloster Agnetenberg. Insbesondere die archäologischen Funde des späten 15. und 16. Jahrhunderts geben einen Eindruck vom geistlichen Alltag, der auch die seliggesprochene Mystikerin Anna Katharina Emmerick hier bis 1812 geprägt hat.

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Emmerick-Kloster freigelegt

Bericht vom 15. April 2016 der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy

 

KlostermauerArchäologen haben Reste des Schwesternhauses Agnetenberg im Dülmener Stadtzentrum freigelegt. In dem Kloster lebte von 1802 bis zu seiner Auflösung (Säkularisierung) 1811 die stigmatisierte und 2004 seliggesprochene Nonne Anna Katharina Emmerick. Die Außenmauern des mittelalterlichen Klosters sind vorne zu sehen. Lichtschacht und Leuchternischen sind deutlich zu erkennen. Die massiveren Mauerreste rechts im Bild gehören zum Verwaltungsgebäude des Herzogs von Croy, der hier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein repräsentatives Verwaltungsgebäude errichten ließ. Es wurde ebenso wie die Klosterkirche im Zweiten Weltkrieg zerstört. Auf der Fläche soll demnächst ein Parkplatz entstehen.

Ephesus in Dülmen

Artikel aus dem Viktorboten, Ausgabe 8, April 2016

 

Mehmed Kabukcu vor dem Wandgemälde im Döner-RestaurantRückt die Heiligsprechung des berühmtesten Mitglieds der Pfarrei St. Viktor, Anna Katharina Emmerick, in greifbare Nähe? Viele Menschen hoffen das. „Ich bin überzeugt: Anna Katharina ist eine Heilige!“ – so äußert sich Pater Alfred Bell, der für die Vorbereitung der Heiligsprechung beauftragte Vertreter des Bistums Münster. Kriterium einer Heiligsprechung ist nicht zuletzt die nachgewiesene internationale Verehrung eines Glaubenszeugen: Ist eine Seligsprechung von regionaler Bedeutung, so regelt eine Heiligsprechung die weltweite Verehrung eines Menschen, den die Kirche offiziell zum Vorbild für die Menschen und Fürsprecher bei Gott erklärt.
Die weltweite Bekanntheit und auch Verehrung der Anna Katharina Emmerick setzte schon im 19. Jahrhundert durch die rasche Übersetzung und Verbreitung der von Clemens Brentano aufgezeichneten Visionsberichte ein. Ein spektakuläres Ereignis, das für internationales Aufsehen sorgte, war gegen Ende des 19. Jahrhundert ein archäologischer Fund in Kleinasien, im Westen der Türkei: Zwei deutsche Priester des Lazaristen-Ordens hatten sich mit den visionären Schilderungen des Lebens Mariens in der Hand zu einer Expedition zum antiken Ephesus aufgemacht, wo nach Angaben Anna Katharina Emmericks die Gottesmutter Maria an der Seite des Evangelisten Johannes ihre letzten Lebensjahre verbracht habe.

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Hubert Wiggering verstorben

Beitrag vom 8. April 2016

Emmerick PrellsteinIn ganz Dülmen existiert nur ein einziges Kunstwerk im öffentlichen Raum, das die Dülmener Selige Anna Katharina Emmerick darstellt: Die Rede ist vom „Prellstein“ an der Heilig-Kreuz-Kirche, der von Hubert Wiggering in der jetzigen Form bildhauerisch gestaltet wurde. Der Dülmener Künstler starb am 4. April 2016.
– Wir erinnern an eine Reportage über den Emmerick-Prellstein in „Kirche und Leben“ aus dem Jahr 2009.
Ferner dokumentieren wir die Ansprache vom Requiem für Hubert Wiggering in St. Viktor am 8. April 2016.


Reportage von kirchensite.de >>>

Ansprache vom Requiem >>>

 


Foto: Dietmar Rabich, Dülmen

Spektakel und Vision

Mittwoch, 23. März 2016

Passion Jesu„Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg“ (Lk 23,48). Der Passionsbericht nach Lukas spricht ausdrücklich vom „Schauspiel“ (lat.: Spectaculum), das sich vermutlich am 7. April des Jahres 30, nachmittags um 15.00 Uhr, vor den Toren der Stadt Jerusalem ereignete. Ein Geschehen, das eben für viele der Umstehenden kein „Spektakel“ blieb, sondern sie anrührte. „Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt“, so fasst der Evangelist Johannes seinen Augenzeugenbericht zusammen (Joh 19,35). Wenngleich im selben Evangelium der Auffassung widersprochen wird, nur der unmittelbare Augenzeuge sei ein authentischer Zeuge („Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben“, Joh 20,29), so hat doch das visuelle Moment in der christlichen Frömmigkeit einen herausragenden Stellenwert erhalten bzw. entfaltet. Zwar kommt Glauben zuerst vom Hören, doch wo sich das Gehörte mit Bildern verbindet, da kann es tiefer dringen und „an-schaulich“ werden. Jesus selbst kleidet fast seine gesamte Verkündigung in Bildworte und Gleichnisse. Die in Bildern ausgedrückte Botschaft kann zur spirituellen „Ein-Sicht“ werden und den Glauben vertiefen und festigen.

Damit wären wir bei unserer Dülmener Seligen Anna Katharina Emmerick. Ihre Visionen und Bildwelten, vor rd. 200 Jahren aufgezeichnet und bearbeitet von Clemens Brentano, wurden weltweit bekannt, gelesen und verinnerlicht. Ihre Bildwelten halfen ungezählten Gläubigen, einen neuen Zugang zu Gott zu finden.

Spirituelle Begegnung

Bericht vom 25. März der Dülmener Zeitung, Marie-Kristin Kübber / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor

 

GeneralprobeEs war eine spirituelle Collage, die den zahlreich erschienenen Besuchern am Mittwochabend in der St.-Viktor-Kirche geboten wurde. 

Eindringliche Orgelklänge eröffneten „Spektakel und Vision“ - eine Veranstaltung, bei der die Passion Jesu in Schilderungen der Anna Katharina Emmerick sowie durch Inszenierungen von zehn Jungen und Mädchen dargestellt wurde. Es war ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Text, Musik, Licht und Schauspiel. 

„Die in Bildern ausgedrückte Botschaft kann zur spirituellen Begegnung werden“, sagte Pfarrdechant Markus Trautmann in seiner Einleitung. Und genau diese Begegnung fand auch in der St.-Viktor-Kirche statt. Die Jungen und Mädchen stellten den Weg Jesu, von seinem Leiden bis hin zur Kreuzigung, eindrucksvoll dar. Passend untermalt wurde die Erzählung von Kantor Christoph Falley an der Orgel und am Saxofon. Die Passagen der Schilderungen von Anna Katharina Emmerick, ausformuliert von Clemens Brentano, trug Barbara Witt zwischen den Szenen vor. 

Erzählt wurde die biblische Passions-Geschichte ebenfalls von Christoph Falley. Er war mit der Premiere der Veranstaltung in dieser Form zufrieden. Auch Pfarrdechant Markus Trautmann, der mit den Kindern das Stück sieben Wochen lang einstudiert hat, freute sich über diese besondere Darbietung. „Das war gelungen“, so sein Fazit. Für die Kinder war es nichts komplett Neues, denn bereits seit Jahren wird das Stück am Palmsonntag, allerdings ohne musikalische und literarische Unterbrechungen, aufgeführt.

 

Fotos der Generalprobe >>>

Emmerick-Projektwoche

Emmerick-ProjektwocheAnna Katharina Emmerick war das Thema der religiösen Projektwoche im Mai 2015 im Mauritius-Kindergarten in Hausdülmen. Zahlreiche Aktionen und Angebote standen im Mai auf dem Programm, die von der Kirchengemeinde St. Viktor begleitet wurden.
Höhepunkte waren sicherlich die Besuche im Emmerick-Geburtshaus in Flamschen sowie der Emmerick-Gedenkstätte in Heilig Kreuz.

 


Foto: Die jungen Emmerick-Begeisterten beim Wortgottesdienst auf dem Kindergartengelände‭; ‬im Vordergrund ein gemeinsam gebasteltes Modell des Geburtshauses der Dülmener Seligen‭. ‬Foto‭: ‬privat


Predigt von Bischof Felix Genn zum 10jährigen Gedenken der Seligsprechung

IMG 0549Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
liebe junge Mitchristen,
im Zugehen auf die Begegnung mit Ihnen an diesem Morgen habe ich mich in den letzten Tagen gefragt, ob es nicht gut ist, wenn ich Ihnen sage, was mich an der Gestalt der seligen Anna Katharina Emmerick berührt. Dies kann zugleich auch für Ihr Leben in der Pfarrgemeinde wie für Sie selbst Bedeutung haben und zugleich zurückgreifen auf die Texte der Heiligen Schrift, die wir an diesem Tag gehört haben.


1. Gott kommt barrierefrei

Das Erste, was mir entgegenkam, als ich das Emmerick-Haus besucht habe, war die Erinnerung an das Weihnachtsfest. Der Stall von Bethlehem ist der Ort, an dem Jesus als Sohn Gottes zur Welt gekommen ist. Das Emmerick-Haus zeigt eine Wohnung, in der Mensch und Tier zusammengelebt haben, in der sich alles, Leben, Arbeit, Schlafen und Beten in einem Raum abspielte. In dieser schlichten, einfachen Behausung wird ein Mensch ganz persönlich von Gott berührt. Gott braucht keine Barrieren, um bei uns anzukommen. Die Armut, die bittere Armut der damaligen Zeit, das alltägliche Sorgen um den Unterhalt und den Erhalt der Familie waren kein Anlass, sich Gott gegenüber zu versperren. Er konnte auch in dieser schrecklichen Not und in dieser einfachen Lebensweise ankommen. Er braucht kein besonderes Appartement, kein Schloss, keine ausgesuchte Wohnung. Er kommt im Stall an. So war es damals, als Jesus geboren wurde. So ist es gewesen in dem Haus, in dem eine Selige unserer Heimat groß geworden ist. So wie Gott keine Barrieren braucht, um bei uns anzukommen, so haben auch die Menschen Ihm keine Barrieren entgegengestellt. Die Pfarrei, der Sie angehören, hat vor einigen Jahren in einer Untersuchung, die die Seelsorgeabteilung unserer bischöflichen Verwaltung veröffentlicht hat, Gemeindemitglieder befragt und dies zusammengefasst unter dem Titel: „Angstfrei hinausgehen, um zu dienen“. Es könnte auch heißen: Hinausgehen, um angstfrei zu dienen. Damit haben Sie Ihr seelsorgliches Konzept umschrieben. Ist es aber nicht genau die Weise, die auf das Kommen Gottes zutrifft? Gott geht hinaus aus sich selber, Er hat davor keine Angst, hinauszugehen. Er kommt, um zu dienen. Er hat keine Angst zu dienen.

 

Die gesamte Predigt als Download >>>